Denn gesetzt werden die Bäumchen zum einen an der Diesterweg-Grundschule. Hier haben sich die Schülerinnen und Schüler im vergangenen Jahr in einem Projekt sehr intensiv mit den Leistungen Luthers und den Auswirkungen des Thesenanschlags befasst. Selbst ein Theaterstück wurde einstudiert und zum Beispiel im Rahmen des Bürgerfrühstücks der Stadt aufgeführt. Die zweite Linde soll im Rittergut Nitzschka Wurzeln schlagen. In Zusammenarbeit von Stadt, Kirchenvorstand und dem Verein für Umweltbewusstes und soziales Handeln wird kann diese Baumpflanzung durchaus als kleines Event bezeichnet werden. Denn wer dabei sein will, kann Kaffe und Kuchen genießen, das Rittergut besichtigen oder aber die Produkte bestaunen, die der Verein fertigt. Nicht zuletzt werden die Gäste vielleicht auch erfahren, weshalb gerade der Standort Nitzschka mehr als stimmig ist, für eine Lutherlinde. "Zwei der Nonnen, die mit Katharina von Bora, der späteren Ehefrau Luthers aus dem Kloster Nimbschen nach Wittenberg geflüchtet sind, stammten aus Nitzschka. Ihr Vater Heinrich von Zeschau hatte damals das Gut Obernitzschka als Lehen und war Gerichtsherr hier", weiß Kathrin Höhme, verantwortliche Mitarbeiterin der Stadtverwaltung Wurzen. Sie setzt, als Vertreterin der Stadt, das Projekt in Zusammenarbeit mit Schule, den Akteuren aus Nitzschka im Rahmen der Aktion "Baumpatenschaft Lutherbaum 2017" um. Die Initiative wurde vom MDR Sachsen und den Fachfirmen des sächsischen Garten- und Landschaftsbaus gestartet. Die Stadt Wurzen ist für die beiden Linden Baumpate und beteiligte sich mit einem
symbolischen Betrag von 300 Euro je Baum am Kauf des Luther. Die Kosten der Pflanzung werden von den
ansässigen Fachfirmen des Garten- und Landschaftsbaus übernommen.Hier geht der Dank an die Firma Kupsch aus Nitzschka.
Zwei Linden für Luther
Zwei Linden für Luther
Wurzen wird Teil des weltweiten Luther-Gartens. Denn am 28. April werden zwei Linden gepflanzt, die Symbol für das Reformationsjubiläum sein sollen. Wenngleich Martin Luther selbst um Wurzen wohl stets einen großen Bogen gemacht haben soll, machen die Linden ihm zu Ehren, 500 Jahre nach dem Thesenanschlag, genau hier doch einen Sinn.
Meldung vom 02.05.2017
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