Körlitz
Ortsnamen:
1495 : Korliz
1529 : Korlitz
1717 : Körlitz
Eingemeindung:
1977 nach Kühnitzsch
1997 nach Falkenhain
2012 nach Lossatal
Einwohner:
260 (Stand: 31.12.2016)
Das romanische Dorfkirchlein im sächsischen Körlitz lockt in Sommermonaten fast täglich Besucher an. Sie ist spätestens um 1250 erbaut worden und bestimmt das Ortsbild bis heute wie kein anderes Gebäude auf geradezu idyllische Weise. Im Inneren ist sie von großer Schlichtheit geprägt. Blickfang neben dem Altar sind vor allem ein bemaltes Buntglasfenster mit der Darstellung des Abendmahls an der Ostseite und der romanische Taufstein aus rotem Porphyr. Allerdings muss die Kirche dringend saniert werden. Seit gut vier Jahren engagieren sich viele Bewohner für ihr Dorfzentrum. Regelmäßig gibt es Benefizkonzerte und andere Veranstaltungen in den zur Gemeinde gehörenden Kirchen der umliegenden Ortschaften. Große Reichtümer sind in Körlitz zwar nicht zu finden, das Dorf ist immer arm gewesen. Trotzdem soll eine der ältesten und interessantesten Kirchen im Leipziger Land für viele weitere Generationen erhalten bleiben.
Das einstige Großbauerndorf Körlitz mit seinen zwanzig Gutshöfen hat seine traditionelle Funktion zwar längst verloren. Doch in der Moschützer Flur - eine wüste Mark - entstand nach 1990 eine Neubausiedlung. Mit dem Dorfteich, einem Quellgebiet der heute verrohrten Rietzschke, dem Gerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr und einem Storchennest auf einem hohen Mast entstand ein kleines Dorfzentrum mit der Kirche als zentralem Gebäude. Eine hübsche Sitzgruppe lädt hier zum Verweilen ein.
Viele Wege führen ins Dorf. Historisch beachtenswert ist die Hohe Straße. Den heute wieder genutzten ökumenischen Pilgerweg flankieren von Dornreichenbach her knorrige Pflaumenbäume
und Holunderbüsche. Körlitz wurde bereits im Jahre 1977 nach Kühnitzsch eingemeindet, kam dann 1997 nach Falkenhain und schließlich im Jahre 2012 nach Lossatal.